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 |  |  |  | P R E S S E M I T T E I L U N G - Brilon, 13. Mai 2011
 |  | | Dr. Christof Bartsch
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|  |  | | Ralf Wiegelmann
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|  |  | Dabei geht es zunächst darum, eine „Landkarte der Hilfsbereitschaft“ für das Stadtgebiet von Brilon einschließlich seiner Dörfer zu erstellen: Wer ist bereit, im Bedarfsfall welche Hilfeleistung zu erbringen? Auf entsprechenden Fragebögen soll die Mitarbeit für die verschiedensten Bereiche des alltäglichen Lebens angezeigt werden. Dabei kann es sich um die unterschiedlichsten Dienste handeln, die geeignet sind, den nach Hilfe Nachfragenden kurzfristig Entlastung zu schaffen. Beispielhaft wurden Leistungen im Bereich der Familienhilfe, Besuchsdienste, Kinderbetreuung, Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen, haushaltsnahe Dienste oder die Erledigung von Einkäufen genannt. „Die Bürgerhilfe ergänzt bestehende professionelle und ehrenamtliche Einrichtungen. Sie möchte punktuell und temporär Unterstützung leisten, wo bestehende Angebotsstrukturen nicht greifen“, betonte Bartsch. Im Bedarfsfall soll das dokumentierte Hilfsangebot für eine orts- und zeitnahe Bedienung von Nachfragen aus der Bürgerschaft zur Verfügung stehen.
Das System der Bürgerhilfe beruht auf einem Tausch von Zeit gegen Zeit: Wer Hilfe leistet, erhält Zeitgutschriften in Form von Zeitpunkten, die wiederum für die eigene Inanspruchnahme von Diensten in Anspruch genommen oder auch an andere zur Nutzung weitergegeben werden können. Das System erfordert einen nicht unerheblichen Dokumentations-, Organisations- und Verwaltungsaufwand. Auch dafür sind freiwillige Helfer erforderlich. Die Initiatoren bitten darum, die Bereitschaft zur Mitarbeit bei dem noch zu gründenden Bürgerhilfeverein ihnen gegenüber zu signalisieren. Neben dem eigentlichen Zweck der Einrichtung, Briloner Bürgerinnen und Bürger in Verrichtungen des alltäglichen Lebens zu unterstützen, soll damit nach dem Willen der Initiatoren, zu denen auch Irene Lücke und Udo Adamini zählen, eine Möglichkeit sinnvoller Freizeitgestaltung geschaffen werden, mit der Beispiel gebend der Solidaritätsgedanke im Mit- und Füreinander der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt gefördert werden soll.
Die sich an die Information anschließende Diskussion wurde sehr rege geführt und bewies ein großes Interesse der Veranstaltungsteilnehmer. Als wertvoll stellten sich dabei die Erfahrungsberichte der anwesenden Vertreter der Bürgerhilfen Medebach und Hallenberg/Bromskirchen/Winterberg heraus, die auch weiterhin ihre Unterstützung beim Aufbau der Bürgerhilfe Brilon zusagten. Im Laufe der Diskussion wurde klar herausgestellt, dass ein Projekt, das bei den Bedürfnissen der Bürger ansetzt und diesen nützlich sein soll, nicht zum Instrument der politischen Farbenlehre geeignet ist und gebraucht werden darf. Vielmehr versteht sich die Initiative im Dienste der Bürgerinnen und Bürger ebenso partei- wie konfessionsübergreifend.
Daher ist es auch von großer Bedeutung, alle gesellschaftlichen Gruppen und Verbände in die Entwicklung des Projekts einzubeziehen.
Kontakt: Ralf Wiegelmann (0157-77467033) und Dr. Christof Bartsch (0175/7381683).
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